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Das Herz auf der Zunge – Reden ist Silber, Schweigen Gold?!

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„Du sprichst das aus, was Dir auf dem Herzen liegt. Du hälst mit deinen Gefühlen nie hinterm Berg und wenn dir etwas auf der Seele brennt klärst du das direkt – ohne groß drum herum zu reden!“ Schweigen 

Wenn Du dich jetzt angesprochen fühlst, dann gehörst genau DU zu den Personen, die ich bewundere – ja vielleicht sogar ein bisschen beneide! Denn neben genau denen, die ihr Herz auf der Zunge tragen und gefühlt immer das Richtige zum passenden Zeitpunkt sagen, gibt es so Leute wie mich – „Schweiger“

Wobei halt – Einspruch, Einspruch! Ein bisschen muss ich meine Aussage direkt revidieren, denn reden kann ich. Sogar sehr viel, sehr laut und manchmal auch sehr sinnlos – Gestern zum Beispiel! Aus dem Nichts standen folgende Fragen im Raum:  Können Taube ihre Gedanken hören und wie träumen eigentlich Blinde?! Tja, denkt da mal drüber nach! Ach und wenn Ihr schon dabei seid beantwortet mir doch bitte mal folgende Frage: Sehen wir die Welt alle eigentlich ganz anders und in unterschiedlichen Farben ohne es zu merken? Vielleicht ist mein Blau für dich ja eigentlich Pink… Macht das jetzt gerade Sinn?! Ablenken kann ich übrigens auch recht gut – Zurück zum Thema

 

Woran liegt es also, dass Team „Ich sag dazu jetzt einfach mal nix“ in bestimmten Situationen einfach verstummt?

Auf Anhieb fallen mir ein paar Gründe ein – korrigier mich gerne, wenn ich mit einem der Punkte falsch liege oder Du die Liste erweitern willst

  1. Du willst andere nicht mit deinen Belangen belästigen: Klar, sobald dich etwas beschäftigt kreisen deine Gedanken gefühlt ständig um dieses eine Thema. Du kannst an nichts anderes mehr denken und alles andere rückt in den Hintergrund. Und dann auch noch deine Liebsten involvieren?! Ne, die haben doch schließlich ihre eigenen Probleme.
  2. Nicht relevant genug: Was ist wichtig und was nicht?! Du überspitzt manche Themen maßlos und findest sie im Nachhinein gar nicht mehr der Rede wert.
  3. Du machst Dinge gerne mit dir selber aus: Dieses Gefühl kenne ich nur zu gut. Vielleicht liegt es daran, dass ich Einzelkind bin, aber oftmals führe ich meine Diskussionen gerne alleine mit mir. Da werden die wildesten Debatten geführt und am Ende habe ich im besten Fall eine Lösung gefunden… oder bin hinterher noch verwirrter.
  4. Ungewissheit: Angst ist oftmals der ausschlaggebendste Punkt Dinge unausgesprochen zu lassen. Schließlich kannst du nicht vorhersehen wie dein Gegenüber reagieren wird. Und das macht schlicht und ergreifend einfach Angst! Angst eine Reaktion zu sehen, die alles verändert.
  5. Und dann gibt es da noch eine andere Angst. Die Angst genau zu wissen, wie die Person reagieren wird. Bis jetzt lag etwas Unausgesprochenes in der Luft, schwebte über euren Köpfen und Puff – plötzlich platzt die Bombe!
  6. Kein Zurück: Es gibt keine Rückspultaste, kein Reset und keine Pausentaste. Einmal ausgesprochen nimmt das ganze seinen Lauf –  und das meistens in einer Geschwindigkeit, die dir das Nachdenken schwer macht
  7. Schlechte Erfahrungen: Du hast Angst, mit dem was Du sagen willst auf den Po zu fallen – schließlich lief es so bis jetzt immer ab. Warum sollte sich das jetzt also ändern?!

 

Aber Hey, es gibt auch ein paar Dinge, die wir „Schweiger“  richtig gut können Schweigen

  1. Wir können richtig gut zu hören: entgegen vieler Annahmen interessieren wir uns nämlich sehr für die Bedürfnisse und Gedanken unseres Gegenübers, denn nur weil wir über unsere nicht so gerne sprechen heißt das nicht, dass uns andere egal sind
  2. Wir merken, wenn es jemandem schlecht geht – und das sogar sehr, sehr schnell!
  3. Wir haben immer ein offenes Ohr: Dir geht es schlecht, dich beschäftigt etwas oder du willst einfach nur quatschen, ohne nachdenken zu müssen? Kein Problem, Kaffee und Kuchen stehen schon bereit!
  4. “ Got a secret, can you keep it?!“: Uns kann man alles – wirklich alles erzählen!
  5. Wir achten auf Kleinigkeiten und beobachten still und leise, denn nur weil wir nicht ständig das sagen was uns beschäftigt sind wir ja nicht blind… und schon gar nicht blöd

 

Ist doch alles halb so wild… oder?!

Du stellst Dir jetzt bestimmt folgende Frage: Natalie, Ich bin die letzten 20 Jahre gut mit dieser Masche gefahren. Warum um Himmels Willen soll ich jetzt plötzlich alles ändern?

Ganz einfach: 1. Zu seiner Meinung zu stehen, sie zu äußern und damit möglichweise auch mal auf Kontra zu stoßen hat etwas mit Selbstwertgefühl zu tun. Denn wenn Du ständig nur Ja und Amen sagst verkaufst Du dich ganz klar unter deinem Wert oder bist dir selbst noch gar nicht darüber im Klaren wie wertvoll du eigentlich bist. 2. Du legst dein Leben schlicht und einfach in fremde Hände.

 

Und wie lösen wir jetzt unser Problem?

Eins kann ich Dir garantieren, die Elite des Redens wird uns ihr Geheimrezept mit Sicherheit nicht verraten. Deswegen müssen wir schlicht und ergreifend selbst zur Tat schreiten.

Vielleicht helfen Dir ja folgende kleine Tipps

  1. Überleg Dir: Wann ist etwas für Dich wichtig?
  • Wenn Dir etwas schlaflose Nächste bereitet – ist es wichtig
  • Wenn Dich etwas über mehrere Tage beschäftigt – ist es wichtig
  • Wenn Dir etwas Bauchschmerzen bereitet –  ist es wichtig
  • Wenn Du der Meinung bist es ist wichtig – dann ist es verdammt noch mal auch wichtig!
  1. Ich weiß du bist ein Grübler, ein Kopfmensch – aber denk nicht so viel über die Folgen nach.
  2. Rede einfach ohne groß darüber nachzudenken.
  3. Mach Dir einen kleinen Spickzettel… oder schreib Dir zumindest vorher einmal auf, was Du gerne sagen möchtest – Komm gib zu, über so eine kleine Liste freust Du dich doch eigentlich! Nur dieses Mal musst Du eben über deinen Schatten springen, um die einzelnen Punkte abzuhaken.
  4. Übe: Stell dich vor den Spiegel oder schnapp Dir die Person deines Vertrauens, leg alle Karten auf den Tisch und merke, dass Reden doch nicht so schwer ist. Zumindest dann nicht, wenn Dir die richtige Person gegenüber steht. Und Hey, was soll eigentlich passieren?! Seien wir mal ehrlich, wenn Du auch so ein Kopfmensch bist wie ich, dann hast Du dir deine 1, 2 oder 3 Szenarien doch eh schon ausgemalt. Glaub mir, egal wie dein Gegenüber reagiert, DU bist darauf vorbereitet. 

 

Ach und all die, die noch mitten im Studium „Reden für Fortgeschrittene“ stecken: Ihr liebt romantische Liebesfilme a la Hollywood und schmelzt dahin, wenn der süßeste Typ seiner großen Liebe seine Gefühle gesteht? Denkt immer daran, mit dem richtigen Drehbuch könntet Ihr das auch! Mit der Möglichkeit alles noch und nochmal zu drehen? Kein Problem! Naja aber selbst mit dem besten Drehbuch dauert ein Hollywoodfilm trotzdem noch 120 Minuten.

Also entweder Du schreibt ab heute dein eigenes Skript oder fängst selbst an zu improvisieren. Wenn nicht?! Dann riskierst Du vielleicht Dein ganz persönliches Happy End!

Schweigen Schweigen Schweigen

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